Und langsam kehrt der Alltag ein…

Mit einem regnerischen Samstag ist am Wochenende auch zum ersten Mal der Alltag eingekehrt. Grau, kalt und sehr nass präsentierte sich Bondi Beach, und brachte uns damit ins Bewusstsein, dass Australien nicht nur ewig-sonniges Urlaubsland, sondern eben auch kühler Alltag ist. Zum ersten Mal verbrachten wir einen Tag zu Hause, nur unterbrochen von einer Shopping-Orgie im nahen Einkaufszentrum und einem kurzen Spaziergang am Strand. Und was soll man sagen? Auch ein verregneter Samstag in einer kuscheligen Wohnung kann entspannend und schön sein. Vor allem, weil wir uns am Freitagabend im schwedischen Möbelhaus noch mit Teppichen, Topfpflanzen, Regalen und einem Schreibtisch versorgt hatten. Was für ein Glück, dass es in Sydney das wunderbare Konzept des Car Sharings („Auto-Teilen“) gibt. Wir hatten uns dafür schon vor einigen Wochen angemeldet, und vor kurzem eine Smartcard zugeschickt bekommen, mit der wir alle Autos des Unternehmens (und das dürften in Sydney einige Hunderte sein, weil man an nahezu jeder Straßenecke über eines stolpert) aufsperren und fahren können. Gegen eine geringe monatliche Gebühr kann man sich hier nicht nur spontan ein Auto ausleihen, man schont auch ganz nebenbei die Umwelt.

Heute morgen haben wir uns schon sehr früh aus dem Bett gequält – für einen wunderbaren Sonnenaufgang und Wellen, die sich gewaschen haben. Der gestrige Sturm hat das Meer aufgewühlt, heute morgen haben sich nur drei Surfer ins Wasser gewagt (und das ist totaler Ausnahmezustand in Bondi). Ein wunderbarer Auftakt zu einem wunderbaren Tag.

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Wir haben uns wieder einmal auf Entdeckungsreise gemacht, und einen uns ganz unbekannten Stadtteil erkundet. Balmain erreicht man am besten per Fähre. Die Anlegestelle ist schon ein Erlebnis, die Blicke auf die Stadt sind atemberaubend. Und die Häuschen, die die Darling Street säumen, sind wirklich sehr ansprechend. Wir spazieren an gemütlichen kleinen Cafés vorbei, an Blumenläden, Parks und Kirchen (das nächste Mal müssen wir diesen Spaziergang unbedingt an einem Samstag machen, wenn die Balmain Markets stattfinden). Und erreichen nach einem „gscheitn Hatscher“ über die Anzac Bridge endlich die Fish Markets. Nach einigen Wochen Abstinenz ist nämlich wieder höchste Zeit für einen „Fish Platter for 2“. Unglaublich gut.

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Unser Weg nach Hause führt am Centennial Park vorbei (naja, nicht ganz. Wir nehmen einen kleinen Umweg in Kauf, um uns mit Brot zu versorgen. Immerhin haben wir schon gelernt, dass Gelbhauben-Kakadus gar nicht scheu sind – vorausgesetzt man hat Leckerbissen dabei). Ein gelungener Abschluss eines schönen Tages. Und zum Glück sind solche Erlebnisse (s. unten) noch lange nicht Alltag, sondern jedes Mal auf’s Neue etwas Besonderes.

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