Verschnupft mit Sonnenbrand. Und glücklich.

Mit einem Glas Champagner fängt sie an, die Reise in unser „neues“ Leben in Sydney. Unsere Eltern und Ingrids Bruder Michi sind nach Puch gekommen, um uns zum Flughafen zu fahren und uns dort gebührend zu verabschieden. Die Stimmung ist seltsam gelassen: Stefan ist wegen des bevorstehenden Fluges ungewohnt ruhig, und Ingrid kann noch gar nicht richtig realisieren, dass es jetzt wirklich losgehen soll.
Erst als wir mit unseren Bordkarten in der Hand Richtung Security Control marschieren, und uns unsere Familien über die Absperrungen hinweg zuwinken, ist es plötzlich ganz klar: In rund 24 Stunden werden wir – falls alles gut geht – in Sydney sein (so glatt geht es dann doch nicht: Unser Flug von Dubai nach Sydney hat 2 Stunden Verspätung. Aber wen kümmert das schon, wenn auf der anderen Seite Gelbhauben-Kakadus, Sonne, glitzernder Ozean und Big City Life warten?)
Als unser Flugzeug endlich die Landebahn berührt (bzw. auf die Landebahn knallt), fällt auch der letzte Rest Anspannung von uns ab und wir genießen die „Welcome Home – G’Day in Sydney“-Schilder in der Ankunftshalle, die Morgenwärme, ja sogar die wilde Taxifahrt ins Stadtzentrum.
Kaum haben wir unser Hotel bezogen, geht’s auch schon los. Raus in den Morgen, raus in die Sonne, raus in’s Leben!

Bis 4 Uhr nachmittags halten wir durch (also gute 6 Stunden), dann fallen uns einfach die Augen zu – zum Glück sind wir zu dem Zeitpunkt schon wieder im Hotel ;-)
Am 2. Tag ist der Jetlag so gut wie auskuriert (dafür plagt uns immer noch der winterliche Husten und Schnupfen), wir wandern den ganzen Tag durch die Stadt, und besuchen am Abend noch die Red Bull Flying Bach Aufführung im Sydney State Theater.
Und am 3. Tag genießen wir jede Stunde, jeden Schritt – auch wenn uns nach all den Kilometern langsam die Füße weh tun…

Fazit dieser Tage:

Viel hat sich verändert hier!

  • Die Flughunde wurden aus dem Royal Botanical Garden ausgesiedelt, weil sie im Laufe der Jahrzehnte beträchtliche Schäden an den Pflanzen angerichtet haben sollen (ist das wirklich ein triftiger Grund für eine Zwangs-Absiedelung? Für uns waren die Tiere eine Institution, und eines der Highlights im Park!)
  • Es gibt mehr Bettler als früher. Mehr Obdachlose in Hauseingängen und auch mehr „Verrückte“.
  • Wir können uns jetzt ein Bier in der Opernhaus Bar leisten.
  • Wir haben ganze zwei Jahre Zeit die Stadt zu entdecken, und müssen nicht alles in neun Wochen schaffen.

Wenig hat sich verändert hier!

  • Das Possum schläft noch immer in der Höhle im Baum, in der wir es schon 2009 entdeckt hatten.
  • Die Queen Mary 2 liegt im Hafen. Zwar ein Becken weiter als bei unserem letzten Besuch, aber sie ist da.
  • Das Seafood Platter for 2 auf dem Fischmarkt schmeckt immer noch köstlich. Und ist immer noch riesig!
  • Der Seifenblasen-Mann im Hyde Park und der Artist am Circular Quay verdienen ihr Geld immer noch mit Straßenkunst.
  • Das Opernhaus ist nach wie vor wunderschön.
  • Und natürlich wollen wir euch auch vier Jahre später virtuell an unserem Abenteuer teilhaben lassen.

Wir freuen uns schon sehr auf eure regelmäßigen Besuche auf unserem Blog und eure Kommentare!

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