Welcome to the Plastic Planet!

3,92 Milliarden Plastiksackerln insgesamt, oder 173 Plastiksackerln pro Kopf benutzen die Australierinnen und Australier jedes Jahr. Die meisten Sackerln wandern direkt nach dem ersten Gebrauch in den Müll, oder im schlimmsten Fall in den Wald/die Wiesen und Felder/den Ozean, an dem fast alle australischen Großstädte liegen. Lasst uns kurz aufschlüsseln, was genau hier weggeschmissen wird: Plastik wird aus nicht-erneuerbaren Ressourcen hergestellt, genauer gesagt aus Erdöl, Gas und Kohle. In 8,7 gemeinen Einkaufssackerln sind genug Energie und Inhaltsstoffe für Treibstoff enthalten, um damit ein Auto einen Kilometer weit fahren zu können.

Für uns waren die Plastiksackerln Kulturschock Nr. 1 bei unserer Ankunft. In den Supermärkten packen die Verkäuferinnen und Verkäufer den Einkauf direkt in das Sackerl, und zwar anscheinend nach dem Motto: Je mehr Plastik, desto besser. Jede Produktkategorie kommt in ein separates Sackerl, niemals würden professionelle Kassenangestellte Gemüse, Milch und Brot in die gleiche Plastiktüte packen! Anfangs haben wir noch versucht, die Menschen an der Kasse zu bekehren: „Could you please just use one bag?“ Die ungläubigen Blicke sprechen Bände, während die Orangen zusammen mit dem Abspülmittel verpackt werden… Und sobald die nächste Produktkategorie – zum Beispiel Salz, Pfeffer und eine Dose Thunfisch – über’s Förderband rollt, wird ein weiteres Sackerl aufgemacht!

Heute waren wir mal wieder einkaufen, und wir wollen euch unsere Ausbeute nicht vorenthalten:

Wir müssen gestehen: Obwohl der Plastikwahn nervt und unser Umweltbewusstsein bei jedem Einkauf einen gewaltigen Knacks davonträgt, der Transport der Einkäufe vom Auto in die Wohnung fällt ganz ganz leicht.
Wir müssen gestehen: Obwohl der Plastikwahn nervt und unser Umweltbewusstsein bei jedem Einkauf einen gewaltigen Knacks davonträgt, der Transport der Einkäufe vom Auto in die Wohnung fällt ganz ganz leicht.
Das ist unsere Ausbeute: Küchenrolle und Klopapier, ganz viel Gemüse, Hülsenfrüchte in Dosen, Nüsse, Milch und ...
Das ist unsere Ausbeute: Küchenrolle und Klopapier, ganz viel Gemüse, Hülsenfrüchte in Dosen, Nüsse, Milch und …
...18 Plastiksackerln! Mülltüten haben wir hier in Down Under jedenfalls immer mehr als genug!
…18 Plastiksackerln! Es lebe der Plastic Planet!

Lang lebe die Queen!

Eigentlich ist sie ja am 21. April 1926 geboren – aber wer legt die Party schon genau auf den eigentlichen Geburtstag (der ja meistens nicht auf einen Freitag oder Samstag, sondern auf einen Arbeitstag fällt)? Und so wird hier in Australien immer am 2. Montag im Juni Queen’s Birthday gefeiert, und alle freuen sich mit der alten Dame, die als repräsentatives Staatsoberhaupt aller Commonwealth-Staaten für diesen arbeitsfreien Tag verantwortlich ist.

Unsere Pläne, über’s lange Wochenende wegzufahren, haben wir wegen Schlechtwetter-Prognosen, ausgebuchten Weingütern im Hunter Valley und allgemeiner Organisations-Unlust fallen gelassen. Doch die drei freien Tage haben wir auch in Sydney in vollen Zügen genossen. Wie gut es tut, sich einfach mal treiben zu lassen… Nix vorhaben, ausschlafen, Freunde treffen, ein spontanes Winter-BBQ auf dem Balkon und aus Versehen über eine Dampflok stolpern. Drohne-Fliegen üben, einen Schwanenbaby beobachten, sich beim Yum Cha von einem Chinesen beraten zu lassen. Und dazwischen Yoga, dampfender Tee, Wintersonnenstrahlen.

Während die meisten unserer Leserinnen und Leser den europäischen Sommer genießen, versuchen wir – so gut es geht – uns auf den australischen Winter einzustellen. Die Tage sind kurz, die Nächte kalt, und die Wohnung kühlt schön langsam aus. Von einem Tag auf den anderen ist ein (viel zu) warmer Herbst mit Temperaturen um die 25 Grad in einen kalten Winter umgeschlagen. Und obwohl das Thermometer „nur“ auf rund 10 Grad sinkt (am frühen Morgen), ist uns freeeeezing kalt. So schnell kann man sich an die Wärme gewöhnen! Doch nur noch zwei Wochen und schon dreht sich das Jahr wieder. Den kürzesten Tag des Jahres feiern wir auch in diesem Jahr wieder beim Winterfest in Katoomba. Wir freuen uns schon sehr darauf!

Flugtraining, die 2. - es ist tatsächlich nicht einfach, die Drohne auf Augenhöhe zu halten und sanft zu landen. Aber zum Glück haben wir im Centennial Park wenigstens genug Platz - und keine Klippen, Wälder, Felsen stehen im Weg. Bahn frei für unsere Drohne!
Flugtraining, die 2. – es ist tatsächlich nicht einfach, die Drohne auf Augenhöhe zu halten und sanft zu landen. Zum Glück haben wir im Centennial Park genug Platz – und keine Klippen, Wälder, Felsen, die uns im Weg stehen. Bahn frei für unsere Drohne!
Bis eine Schar schwarze Kakadus laut schimpfend knapp über uns hinwegzieht - denen ist unser surrender Vogel eindeutig nicht ganz geheuer!
Bis eine Schar schwarze Kakadus laut schimpfend knapp über uns hinwegzieht – denen ist unser surrender Vogel eindeutig nicht ganz geheuer!
Das Schwanenbaby lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, und noch weniger seine Mutter. Schwäne sind schwarz in Australien, wusstet ihr das schon?
Das Schwanenbaby lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, und noch weniger seine Mutter. Schwäne sind schwarz in Australien, wusstet ihr das schon?
Ein fast wolkenloser Winterhimmel lockt uns in den Royal National Park. Die Wanderung ist schön, aber der Winterwind richtig richtig kalt!
Ein fast wolkenloser Winterhimmel lockt uns in den Royal National Park. Die Wanderung ist schön, aber der Winterwind richtig richtig kalt!
Tschuuuf macht die Dampflok, die in der Central Station darauf wartet, loszustarten. Wenn der Dampf aus dem Schornstein fährt, dann springen die Menschen auf dem Bahnsteig zur Seite. Was für ein Lärm!
Tschuuuf macht die Dampflok, die in der Central Station darauf wartet, loszustarten. Wenn der Dampf aus dem Schornstein fährt, dann springen die Menschen auf dem Bahnsteig zur Seite. Was für ein Lärm!
Dem Lokomotivführer macht seine Arbeit sichtlich Spaß. Nicht jeden Tag kann man immerhin einen über hundert Jahre alten Zug die Gleise entlang jagen!
Dem Lokomotivführer macht seine Arbeit sichtlich Spaß. Nicht jeden Tag kann man immerhin einen über hundert Jahre alten Zug die Gleise entlang jagen!
...und beheizt wird natürlich mit Kohlen! Lieber Opa, diese Fotos sind für dich! Ganz schöne Grüße nach Schwertberg!
…und beheizt wird natürlich mit Kohlen! Lieber Opa, diese Fotos sind für dich! Ganz schöne Grüße nach Schwertberg!
Ein Feiertags-Yum-Cha ist immer drin. Im Vordergrund der Beginn unseres Schmauses - gedämpfte chinesische Teigtaschen, Chinese Brokkoli - im Hintergrund die Yum-Cha-Damen mit ihren Trolleys, von denen man sich schmackhafte Speisen aussuchen kann.
Ein Feiertags-Yum-Cha ist immer drin. Im Vordergrund der Beginn unseres Schmauses – gedämpfte chinesische Teigtaschen, Chinese Brokkoli – im Hintergrund die Yum-Cha-Damen mit ihren Trolleys, von denen man sich schmackhafte Speisen aussuchen kann.