Es werde Licht!

Es wird früh dunkel abends. Die Tage im Winter sind kurz, auch hier in Sydney. Um 6:50 Uhr geht die Sonne auf, um 4:55 Uhr wieder unter. Die Dämmerung dauert nicht lange, kurz nach Sonnenuntergang ist es finster. Das kann man deprimierend finden. Man kann aber auch ein Event-Konzept entwickeln, das aus der Dunkelheit das Beste herausholt. „Vivid Sydney“ heißt die Veranstaltung, die drei Wochen lang die Stadt in bunte Lichter taucht, und das jeden Abend. Ausgefeilte Videoshows werden auf das Opernhaus projiziert, im Darling Harbour wird im Stil der Wasserfontänen von Schloss Versailles eine „Wasserleinwand“ geschaffen. Und alle machen sich auf den Weg, um die Lichtershows zu bestaunen. Ein großartiges Projekt: man freut sich – wenigstens für drei Wochen – tatsächlich auf den Einbruch der Dunkelheit hier in Sydney!

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Whale-Spotting: heute leider erfolglos

Die Walwanderung hat begonnen: von Mai bis November hat man gute Chancen, vor der Küste Sydneys Wale zu beobachten. Im Mai machen sich die Tiere auf den Weg von der Antarktis nach Queensland, wo sie sich paaren und ihre Jungen zur Welt bringen. Von September bis November schwimmen die Buckelwale und Südkaper dann mit ihren Kälbern zurück in kühlere Gewässer. Naturgemäß bleiben sie auf dem Rückweg näher an der Küste, damit die Reise für die Jungtiere nicht zu anstrengend wird.

Einer der besten Whale-Watching-Spots in Sydney ist The Gap, eine steile Klippe in Watsons Bay (übrigens auch ein Ort, der einen traurigen Rekord hält: rund 50 Menschen stürzen sich jährlich von den Felsen. Doch dazu folgt bald ein eigener Blog-Eintrag). Wir haben uns heute auf den Weg gemacht und sind mit dem Bus in den Norden gefahren, um dann zu Fuß zurückzuwandern nach Bondi.

Doch gleich beim ersten Felsen sind wir länger als geplant „hängen geblieben“: Auf der vergeblichen Suche nach einer weißen Fontäne draußen im Meer haben wir nach rund 10 Minuten Ausschau-Halten eine Gruppe von 9 Delphinen gesehen. Direkt am Fuß der Klippe sind sie fröhlich entlang gesprungen. Ein wunderbares Schauspiel, das uns auch dafür entschädigt hat, dass wir heute leider keinen Wal gesichtet haben (dafür aber wiederholt Delphine, und wie üblich viele bunte, kleine Vögel).

Aber wir haben ja noch genug Zeit. Höhepunkt der Walwanderung sind der Juni und Juli – dann werden wir hoffentlich auch ein paar gute Fotos schießen können. Heute haben wir die Sonne, den tiefblauen Himmel und beste Temperaturen um die 22 Grad Celsius genossen. Und mehr relaxt als fotografiert.

Wal haben wir heute keinen gesichtet. Dafür jede Menge Delphine (die allerdings gar nicht so einfach zu fotografieren sind, weil man nie weiß wo sie auftrauchen). Aber wenigstens ein Beweisfoto muss sein.
Wal haben wir heute keinen gesichtet. Dafür jede Menge Delphine (die allerdings gar nicht so einfach zu fotografieren sind, weil man nie weiß wo sie auftrauchen). Aber wenigstens ein Beweisfoto muss sein.
Wir verstehen vollkommen: an einem so wunderbaren Herbsttag muss man einfach entspannen...
Wir verstehen vollkommen: an einem so wunderbaren Herbsttag muss man einfach entspannen…
Und dieser Ast ist ein Traum für jeden Vogelfreund, weil sich immer wieder ein anderer kleiner Vogel darauf niederlässt.
Und dieser Ast ist ein Traum für jeden Vogelfreund, weil sich immer wieder ein anderer Vogel darauf niederlässt.
Wir wandern der Küste entlang zurück nach Bondi - immer mit fantastischem Blick auf's Meer und auf die Wellen, die sich an den Klippen brechen.
Wir wandern der Küste entlang zurück nach Bondi – mit fantastischem Blick auf’s Meer und auf die Wellen, die sich an den Klippen brechen.
Da muss Ingrid vor Freude Räder schlagen. Und natürlich auch das Foto ein bisschen auffrischen - weil blau, grün und Leuchtturm ist halt doch ein bisschen langweilig...
Da muss Ingrid vor Freude Räder schlagen. Und natürlich auch das Foto auffrischen – weil blau, grün und Leuchtturm ist halt doch ein bisschen langweilig…
Und obwohl es auf den Bildern ausschaut wie Sommer: der Herbst ist unverkennbar da. Herbstblumen blühen überall, die Bäume färben sich und am Morgen ist es ziemlich frisch.
Obwohl es auf den Bildern ausschaut wie Sommer: der Herbst ist unverkennbar da. Herbstblumen blühen überall, die Bäume färben sich und am Morgen ist es ziemlich frisch.