Wohnst du noch…

…oder lebst du schon?

Lieber Ikea, wir wohnen noch. Auch dank dir und deiner Erwachsenen-Puzzles. Denn so liebend gerne wir mit dem Leben anfangen möchten, zuerst muss gebaut werden. Ein Kasten (komplizierter geht’s nimmer!), ein Bett mit passendem Kopfteil, eine Schlafcouch (wir sind ready für Besuch!), ein ausziehbarer Esstisch, Stühle, ein Schuhregal, und einen Relax-Sessel (in den man nach getaner Arbeit erschöpft sinken kann).

Außerdem muss die Spülmaschine installiert werden, die wegen eines halben Zentimeters nicht unter die Arbeitsplatte in der Küche passt. Der Kühlschrank funktioniert zum Glück schon, so können wir einen kühlen „Beruhigungsschluck“ genießen, wenn wieder eine Schraube nicht dorthin passt, wo sie hingehört. Geschirr, Besteck und erste Lebensmittel haben ihre neue Heimat in den geräumigen Küchenregalen gefunden. Und das Bett ist frisch bezogen (nur das Leintuch haben wir beim ersten Einkauf vergessen).

Es schaut so aus, als kriegen wir das mit dem „Leben anfangen“ in den nächsten Tagen doch noch hin. Denn das Wochenende ist lang, und für morgen ist ein Ausflug in unseren geliebten Royal National Park geplant. Am Montag heißt es dann Terrasse bepflanzen und mit unserem gesamten Hab und Gut von der Übergangswohnung in unser neues Heim zu übersiedeln. Und dann, dann leben wir schon. Mit Bier in der Hand, ganz gemütlich auf unserer neuen Couch.

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Willkommen im Schlafzimmer! Dem Kasten fehlen zwar noch die Türen, aber eingebettet haben wir schon… Eine Wohnung am Meer verlangt nach Marine-Look.
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„Mir geht schön langsam die Kraft aus…“ Zum Glück weiß Stefan genau, wie man müde Bauarbeiterinnen motiviert, und sorgt für Stärkung in der Mittagspause!
In einer Ecke die Schlafcouch für Gäste (bitte rechtzeitig buchen!), in der anderen ein Berg aus Verpackungsmaterial...
In einer Ecke die Schlafcouch für Gäste (bitte rechtzeitig buchen!), in der anderen ein Berg aus Verpackungsmaterial…
Wie kriegen wir diese Spülmaschine bloß in die dafür vorgesehene Nische? Erst ein Schluck "Entspannungsbier", dann montieren wir der Maschine einfach die Füße ab.
Wie kriegen wir diese Spülmaschine bloß in die dafür vorgesehene Nische? Erst ein Schluck „Entspannungsbier“, dann montieren wir der Maschine einfach die Füße ab.

Unsere Bude :-)

Weil wir von allen Seiten immer wieder gefragt werden – ja, wir haben eine Wohnung gefunden! Die genaue Quadratmeter-Anzahl können wir leider nicht nennen, weil in Australien Wohnungen nicht in Quadratmetern, sondern in „number of bedrooms“ gemessen werden. Unsere Bude hat zwei Schlafzimmer, Gäste sind also jederzeit gerne willkommen!
Was sollte man sonst noch sagen über die Wohnung? Teppichboden (tja, irgendwo mussten wir Abstriche machen), eine nette kleine Küche mit Gasherd (sogar der Backofen wird mit Gas beheizt. Für uns ist es noch ziemlich ungewohnt, dass die Flämmchen im Backrohr züngeln.), eine schöne alte Fernsehtruhe (Ingrid plant schon deren Ent- und Überführung nach Österreich) und – TATATATAAA: 4:58 Minuten gemütlicher Spaziergang zum Strand! Vom Moment an, in dem die Haustür hinter uns zufällt, bis zum Moment, in dem unsere Füße im Sand von Bondi Beach versinken: vierminutenundachtundfünfzigsekunden Fußweg! Das ist ziemlich spektakulär.

Deshalb sind wir auch ganz glücklich in unserer kleinen Bude – auch wenn die rein wohnungstechnisch natürlich niemals mit unserem Pucher Heim konkurrieren kann!

Natürlich fehlt hier noch einiges... aber IKEA, wir kommen!
Natürlich fehlt hier noch einiges… aber IKEA, wir kommen! Und ganz bald wird die Wohnung ein bisschen mehr „Charakter“ haben!
Für unsere Gäste: ein kleines, aber feines Zimmer mit ausziehbarem Doppelbett. Wenn wir keine Gäste haben, dann ist das der perfekte Rückzugsort, um in einem guten Roman zu versinken.
Für unsere Gäste: ein kleines, aber feines Zimmer mit ausziehbarem Doppelbett. Wenn wir keine Gäste haben, dann ist das der perfekte Rückzugsort, um in einem guten Roman zu versinken.
Der Ausblick von unserem Schlafzimmer ist fantastisch, vor allem nachts. Und wenn morgens die Sonne ins Zimmer scheint, dann fällt das Aufstehen gleich viel leichter.
Der Ausblick von unserem Schlafzimmer ist fantastisch, vor allem nachts. Und wenn morgens die Sonne ins Zimmer scheint, dann fällt das Aufstehen gleich viel leichter.