Osterüberraschung – wir sind wieder da!

Frohe Ostern aus Down Under wünschen wir, und ja, es gibt uns noch. Wir leben, lachen, entdecken, unternehmen kulinarische Streifzüge durch die Küchen dieser Welt, genießen die Herbstsonne, jammern wegen der kurz gewordenen Tage und arbeiten… Und das ziemlich viel, um genau zu sein genau so viel, dass es sich abends einfach nicht mehr ausgeht, einen Blogeintrag zu schreiben. Dank Osterferien können wir das mit diesem Eintrag ändern – und wir haben auch gleich einiges zu erzählen!

Die zehn freien Herbsttage (dank geschickt eingesetzter Urlaubs- und günstig fallender Feiertage) kommen gerade recht, um unsere nähere Umgebung zu erkunden und wieder neue Gegenden und Attraktionen zu entdecken. In den letzten Monaten waren wir schwer damit beschäftigt, unseren Besucherinnen und Besuchern aus Europa die Highlights unserer neuen Heimat zu zeigen – und da es einfach ein paar „Da muss man hin!“-Stellen gibt, waren wir seit November 6x in Wattamolla, haben 3x Kakadus gefüttert, sind 2x vor Goannas geflüchtet, sind 3x über die Harbour Bridge spaziert, waren 5x Abschiedsessen beim Inder in Bondi, haben 5x auf die Three Sisters in den Blue Mountains hinuntergeschaut… Und hatten gar keine Zeit, neue Highlights zu entdecken! Doch die Besuchersaison ist vorbei, und bevor die nächsten Gäste kommen nutzen wir den Urlaub um viele weitere „Aber dahin müssen wir unbedingt!“-Orte zu finden.

Und so sind wir am Karfreitag Richtung Norden gedüst, wegen eines überhitzten Motors nach 50 Minuten wieder umgedreht, haben den Nachmittag in Bondi verbracht, waren abends essen, sind am Karsamstag wieder gestartet und haben auf dem wunderschönen, aber hoffnungslos überlaufenen Campingplatz Diamond Head im Crowdy National Park eine Nacht verbracht. Statt Osterhasen gibt es hier Känguruhs (und die coole Mum vom Nachbarszelt, die für ihren halbwüchsigen Surfer-Sohn und seine zwei sonnenverbrannten Freunde um 6 Uhr morgens Schokoeier versteckt und vor Vergnügen gejuchzt hat, als der Kampf um’s Osternest etwas „physical“ wurde).

Diamond Head wartet mit schönen Wanderungen durch eine steppenartige Landschaft auf, und vor allem mit einem endlosen Strand, gemütlichen Wellen und drei seltsam geformten Felsen, die sich super erklettern lassen. Der Campingplatz ist voll besetzt, und weil schon etwas weiter weg von Sydney gibt es hier auch genug bogans (oder rednecks oder tscheggl), die mit Axt und Holzhandschuhen zum Campen fahren, in ihren Allrad-Geländewagen den Strand entlang brettern, mehr Bierdosen als Wasserflaschen vernichten und jeden mit hrjehhduuuu mate begrüßen (wenn man’s weiß, dann kann man das Gemurmel verstehen als How are you doing mate).

Abends grasen die Känguruhs hinter unserem Zelt, wir grillen mit Stirnlampen unterm Sternenhimmel, an dem man vom Strand aus sogar die Milchstraße erkennt. Wir wachen mitten in der Nacht auf, weil draußen ein Vogel/Flughund/Sugarglider – irgendetwas fliegendes halt – einen Ton macht, den wir noch nie gehört haben, der aber stark an eine Sirene erinnert. Am morgen klettert die Sonne über die Bäume, wirft ihre wärmenden Strahlen auf unser taunasses Zelt, und wir lassen uns einen Frühstückstee schmecken. Auf der Rückfahrt machen wir Halt in Newcastle, einer charmanten, entspannten Hafenstadt mit dem größten Kohleexporthafen der Welt. Wir genießen unser Ostersonntags-Essen und zwei Schoko-Überraschungseier, liegen auf der Mauer an der Strandpromenade und können unser Glück nicht fassen – sieben Osterferientage, die noch ganz unberührt vor uns liegen. Wir halten euch auf dem Laufenden, versprochen!

Der Campingplatz Diamond  Head liegt direkt am Strand, und die Felsformationen sind ein beliebter Spielplatz für Jung und Alt.
Der Campingplatz Diamond Head liegt direkt am Strand, und die Felsformationen sind ein beliebter Spielplatz für Jung und Alt.
Obwohl, die Alten vergnügen sich lieber in ihren Allrad-Geländewägen am Strand - für einen echten Aussie gibt es nichts schöneres, als auf einer Sandfahrbahn am Meer entlangzubrettern.
Obwohl, die Alten vergnügen sich lieber in ihren Allrad-Geländewägen am Strand – für einen echten Aussie gibt es nichts schöneres, als auf einer Sandfahrbahn am Meer entlangzubrettern. Im Vordergrund wird gefachsimpelt, im Hintergrund geparkt.
Wir genießen den Sonnenuntergang vom Felsen aus...
Wir genießen den Sonnenuntergang vom Felsen aus… Unser fahrbarer Untersatz Schlucki würd ein Autorennen am Strand wohl eher nicht überleben.
Doch vor Einbruch der Dunkelheit unternehmen wir noch eine kleine Wanderung durch's Buschland hinauf zum Mermaid Lookout. Ein Baum in der Pampa...
Doch vor Einbruch der Dunkelheit unternehmen wir noch eine kleine Wanderung durch’s Buschland hinauf zum Mermaid Lookout. Ein Baum in der Pampa…
...und hier das Making Off dazu. Damit wir euch auch mal einen Blick hinter die Kulissen bieten können.
…und hier das Making Off dazu. Damit wir euch auch mal einen Blick hinter die Kulissen bieten können.
Auf der Heimfahrt am nächsten Tag machen wir Halt in Newcastle, einem beinahe italienisch anmutenden Städtchen am Meer.
Auf der Heimfahrt am nächsten Tag machen wir Halt in Newcastle, einem beinahe italienisch anmutenden Städtchen am Meer.
In Newcastle gibt's nicht nur einen Leuchtturm, hunderte gelber Blumen und eine wunderschöne Strandpromenade, sondern auch den größten Kohleexporthafen der Welt.
In Newcastle gibt’s nicht nur einen Leuchtturm, Pelikane und eine wunderschöne Strandpromenade, sondern auch den weltweit größten Kohleexporthafen.
Trotzdem scheinen die Uhren hier noch etwas langsamer zu gehen als in Sydney. Die Abfahrtszeiten der Züge werden am Bahnhof jedenfalls noch nicht auf unpersönlichen LED-Anzeigetafeln verkündet, sondern auf die altmodische Art.
Trotzdem scheinen die Uhren hier noch etwas langsamer zu gehen. Die Abfahrtszeiten der Züge werden  jedenfalls nicht auf unpersönlichen LED-Anzeigetafeln verkündet, sondern auf die altmodische Art.
Liegt vielleicht daran, dass es sich am Meer einfach entspannter lebt. Denn wenn die Wellen gut sind, muss die Arbeit warten - dann geht's erst mal auf's Surfbrett!
Liegt vielleicht daran, dass es sich am Meer einfach entspannter lebt. Denn wenn die Wellen gut sind, muss die Arbeit warten – dann geht’s erst mal ab auf’s Surfbrett!

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